Revensdorf
Page Hampden X3127

| Absturzdatum | 09.08.1941 | Crew |
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| Absturzzeit | 02.30 Uhr | Offr. J.W.W. Graham, Pilot, (POW) | |
| Absturzursache | Abschuß durch Flak und Fla-MG | Sgt. L.R. Biddlescombe, (POW) | |
| Flugzeugtyp | Handley Page Hampden | Sgt. W.D. Hughes, (POW) | |
| Seriennummer | X3127 | Sgt. A.C. Nuttall, Royal New Zealand Air Force, Grablage Kiel War Cemetary: 2.C.7. | |
| Rufzeichen | QR-? | ||
| Besatzung | 4 Mann (1KIA 3POW) | ||
| MACR | - | ||
| Einheit | 61. Squadron | ||
| Startflugplatz | North Luffenham | ||
| Startzeit | - | ||
| Herkunftsland | GB |
Bei einem Fliegerangriff auf Kiel wurde eine zweimotorige Handley Page Hampden, auf der Koppel des Landarbeiters Johann Holst, zum Absturz gebracht. Der englische Bomber kam gegen 02.30 Uhr im Tiefflug von Kiel in Richtung Revensdorf. Unterwegs wurde er von den Flakbatterien "Tüttendorf" und "Warleberg" unter starkes Flakfeuer genommen. Die Batterie Tüttendorf gab im letzen Augenblick noch MG-Feuer auf das Flugzeug ab. Die Scheinwerferbesatzung "Revensdorf" beschoß das Flugzeug ebenfalls mit dem Fla-MG. Der Flugzeugbesatzung erwiderte daraufhin das Feuer mit Bordwaffen. Der Scheinwerferführer hielt das tief herannahende Flugzeug ständig im Scheinwerferlicht, worauf der Pilot derart geblendet wurde, das es zum Absturz kam (Später durch den Piloten bestätigt).
Nachdem das Flugzeug noch eine Kurve geflogen ist, berührte es den Boden und zerbrach mit hoher Geschwindigkeit über eine Strecke von mehrere hundert Metern. Die Felder waren dadurch mit Wrackteilen der Maschine übersät. Der rechte Flügel und beide Propeller gingen bei der Bruchlandung verloren. Der Rumpf der Maschine, prallte mit dem linken Flügel gegen einen Zaun und drehte sich so, das die Trümmer die Vorderansicht zeigten. Die beiden Motoren flogen noch weit über den Knick. Das Flugzeug brannte nicht, obwohl bereits das Flugbenzin ausgelaufen war. Vier größere und zwei kleinere Bomben hatte das Flugzeug beim Aufschlagen verloren und lagen verstreut auf dem Feld. Die auf der Weide grasenden Kühen war nicht geschehen.
Von den Mannschaften des Scheinwerfers wurde ein unverletztes Besatzungsmitglied aus dem Flugzeug geborgen und sofort gefangengenommen. Zwei weitere wurden schwer verletzt aus den Trümmern geborgen, wovon ein Besatzungsmitglied infolge eines Schädelbruchs bewußtlos war und der zweite (der Pilot) einen Beckenschuß erhalten hatte. Nachdem sie von einem Militärarzt aus Holtenau im Hause des Bauern Koll untersucht wurden, transportierte man sie zum Fliegerhorst Kiel-Holtenau. Der Pilot ist einige Tage später an seinen schweren Verletzungen verstorben. Ein weiteres, totes Besatzungsmitglied, wurde am folgenden Morgen aus den Trümmern geborgen.
Das Bodenpersonal des Fliegerhorstes Kiel-Holtenau hat am folgenden Tag die Bomben entschärft, die Trümmer verladen und die Toten Besatzungsmitglieder verladen. Schon in der Nacht des Absturzes strömten viele Menschen aus Revensdorf und Umgebung zum Schauplatz. Diese "Wanderung" hielt den ganzen Tag über an. Die Bevölkerung und vor allem die Feuerwehr aus Gettorf zeigten zum Teil ein sehr undisziplinarisches Verhalten, denn die zuvor von der Feuerwehr Revensdorf vorgenommene Absperrung wegen der Bombengefahr wurde überhaupt nicht beachtet. Jeder versuchte trotz des militärischen Verbotes irgendein Trümmerstück zu erhalten. (Quelle: Chronik Revensdorf)

Die Trümmer der zerschellten Maschine
Vermutlich handelt es sich hier um die Soldaten des Scheinwerfers

